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Jubel nach Spielende nach dem 1:0-Erfolg bei der Neckarsulmer Sport-Union.

Jubel nach Spielende nach dem 1:0-Erfolg bei der Neckarsulmer Sport-Union.

1.Mannschaft | 08.09.2018

Tunjic mit Handelfmeter zum 1:0-Erfolg

Die Stuttgarter Kickers gewinnen bei der Neckarsulmer Sport-Union in der Nachspielzeit

Lhadji Badiane setzt sich durch.
Lhadji Badiane setzt sich durch.

Auch wenn der knappe 1:0-Sieg erst in der Nachspielzeit durch einen verwandelten Handelfmeter zustande kam, so war der Erfolg doch mehr als verdient und das Team durfte mit seinen rund 400 mitgereisten Fans feiern. Mijo Tunjic ließ in den 90 Minuten zuvor schon mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt und verwandelte den Strafstoß nervenstark und sicher zum 0:1 (90.+3).

Kickers-Cheftrainer Tobias Flitsch schickte bis auf eine Änderung dieselbe Startelf wie zuletzt beim 4:0-Heimerfolg gegen Gmünd in die heutige Partie: Josip Landeka rückte für Daniel Niedermann auf die linke Abwehrseite. Nach 15 Minuten die erste tolle Aktion der Blauen über die rechte Angriffsseite, als sich Lhadji Badiane am Flügel gegen zwei Gegenspieler durchdribbeln konnte und auf Mijo Tunjic flach hereinspielte, der mit dem Rücken zum Tor per Hacke abschloss, jedoch den NSU-Keeper Marcel Susser vor keine Probleme stellte.

Das Spiel verlief sehr verhalten von beiden Teams – und auch die Gastgeber hatten nun ihre erste Möglichkeit. Nach einem Ball über die Abwehrkette kam der eingerückte Landeka bei seinem Gegenspieler Alexander Albert einen Schritt zu spät, der somit mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze zum ersten Mal Kickers-Schlussmann Ramon Castellucci prüfte (26.).

Mit dem Ballgewinn nach seiner Grätsche leitete Patrick Auracher den Konter nach einer halben Stunde ein, als Mijo Tunjic steil geschickt wurde, doch sein Schuss aus 20 Metern ging leider nur an die hintere Stange des NSU-Tores. Tunjic hatte auch kurz vor dem Pausenpfiff mit zwei weiteren Chancen die Führung auf dem Kopf, als er zunächst an der Landeka-Flanke knapp vorbeisegelte und ein Abwehrspieler das Leder vor Badiane noch klären konnte (40.). Nur 60 Sekunden später entschärfte der NSU-Schlussmann Susser den gut platzierten Kopfball des Kickers-Angreifers, der jedoch nicht genug Druck hinter das Leder nach dem Eckstoß bekam (41.). Damit ging es torlos in die Pause in einer Partie, wo beide Teams doch mehr auf Sicherheit bedacht spielten und auch einige Fehlpässe vor allem im letzten Drittel zeigten.
 

Marvin Jäger klärt.
Marvin Jäger klärt.

Shkemb Miftari kam zu Wiederbeginn für Abdi Amachaibou ins Spiel, der mit seinem Drehschuss auch gleich die erste Möglichkeit besaß, als er sich mit dem Rücken zum Tor schnell drehte, doch der Keeper seinen Schuss noch irgendwie abwehren konnte (50.). Der nächste Aufreger dann nach eine Stunde Spielzeit, als Michael Klauß nach einer hohen Flanke mit dem Kopf voll reinsprang, aber knapp drüber köpfte und dabei auch mit seinem Gegenspieler zusammenstieß (60.). Der Kickers-Spieler musste kurz danach auch ausgewechselt werden und kam mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus.

Das Spielgeschehen verlagerte sich aber mit zunehmender Spieldauer immer weiter in die Hälfte des Neckarsulmer, die sich weit in ihre Hälfte zurückzogen. Die Blauen versuchten es zwar immer wieder über die außen, doch nur selten wirklich zwingend. So auch in der 69. Minute, als Miftari mit seiner Flanke seinen Sturmkollegen Tunjic bediente, er per Kopf im Fallen das Spielgerät aber zu unplatziert auf das Gehäuse köpfte.

Von Neckarsulm kam eigentlich nichts mehr – meistens gingen ihre Abschlüsse deutlich über das Kickers-Tor. Großer Aufreger dann bei einem Schuss aus der zweiten Reihe, als Lukas Kling abzog und ein NSU-Spieler den Schuss mit dem ausgestreckten Arm klar blockte, doch Schiedsrichter Mika Forster entschied trotz langer Diskussionen nur auf Eckball (75.).

In den Schlussminuten zeigten sich die Gastgeber plötzlich gefährlich im Kickers-Strafraum – aber dies vor allem nach Unachtsamkeiten und Fehler der Degerlocher. Die beste Chance vergab Barini mit einem Seitfallzieher nach einem Eckball, den ihm Tunjic im eigenen Strafraum unfreiwillig aufgelegt hatte – aber der Ball ging wie oft zuvor über die Querlatte (88.).

So brach die Nachspielzeit an, in der die Stuttgarter nun doch noch ihren umstrittenen Handelfmeter nach einem weiten Freistoß von Landeka bekamen: Der Referee sah den wohl leicht ausgestellten Ellenbogen eines NSU-Spielers und entschied sofort auf Handspiel. Mijo Tunjic ließ sich diese letzte Chance nun nicht mehr nehmen und vollstreckte links unten zum 0:1-Endstand (90.+3). „Ich habe beim Elfmeter nicht lange überlegt und mir eine Ecke ausgesucht. Der Torwart war glaube ich noch dran, aber der Schuss war zum Glück hart geschossen und ist im Netz gezappelt“, so der Torschütze.

Kickers-Cheftrainer Tobias Flitsch nach der Partie: „Ich bin sehr zufrieden, dass wir in der Endphase das Spiel doch noch so dreckig gewinnen. Das muss man klar so sehen, aber auf die 90 Minuten gesehen war der Sieg verdient, denn wir hatten schon mehrere gute Möglichkeiten gehabt, sind sehr gut gestanden und haben fast nichts zugelassen. Was uns in Oberachern noch mit der Niederlage passiert ist, haben wir heute mit dem Sieg besser gemacht. In der ersten Halbzeit wer es mir läuferisch noch etwas zu wenig, in der zweiten Halbzeit konnten wir dann mehr Druck machen und hätten das Spiel auch schon früher entscheiden können.“

In der Oberliga geht es für die Blauen am nächsten Sonntag, 16. September 2018 um 14 Uhr auswärts beim FV Germania Friedrichstal weiter.

Es spielten:

Neckarsulmer Sport-Union: Susser – M. Romano, Kappes, Schmelzle, Klotz – Islamaj (76. Ayvaz), Schneckenberger, Neupert (58. Müller), Gebert - Barini, Albert (66. Demir)
Ersatz: Wallmann (ETW), Hatzis, E. Romano, Seybold, Yazji
Trainer: Marcel Busch

SV Stuttgarter Kickers: Castellucci – Ludmann, Jäger, Feisthammel, Landeka – Badiane, Auracher, Kling (84. Stepcic), Klauß (69. Diakite) – Amachaibou (46. Miftari), Tunjic
Ersatz: Schneck (ETW), Niedermann, Blank, Vochatzer
Trainer: Tobias Flitsch

Schiedsrichter: Mika Forster, Assistent: Marc Heiker, Christian Schäffner  

Gelbe Karten: Islamaj, Klotz ; Amachaibou, Kling, Badiane
Gelb-Rote Karten: -
Rote Karten: -

Zuschauer: 1.130 Fans im Pichterich-Stadion Neckarsulm

Tore: 0:1 Mijo Tunjic (90.+3, Handelfmeter)  

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