News
Die Kickers verloren beim FC-Astoria Walldorf mit 1:2-Toren.

Die Kickers verloren beim FC-Astoria Walldorf mit 1:2-Toren.

Profis | 05.08.2017

Keine Punkte in Walldorf

Kickers verpassen es erneut die Tore zu machen und sich zu belohnen

Kickers-Keeper Christian Ortag.
Kickers-Keeper Christian Ortag.

Nach einer – laut Trainer Tomek Kacmarek – exzellenten ersten Halbzeit trafen die Gastgeber mit ihrer ersten Chance im Spiel zur mehr als überraschenden 1:0-Führung und stellten den Spielverlauf auf den Kopf (41.). Zu Wiederbeginn kamen die Blauen durch den Treffer von Lukas Scepanik zum verdienten Ausgleich (48.), doch ein Schuss von Tim Grupp zum 2:1 konnte Schlussmann Christian Ortag nicht mehr parieren (57). In der munteren zweiten Halbzeit schafften es die Blauen nicht mehr entscheidend vor das Tor der Kurpfälzer, um zumindest einen Punkt mit auf die Waldau zunehmen. So blieb es bei der 1:2-Niederlage vor den 520 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Sportpark.

Kaczmarek änderte die heutige Startelf auf drei Positionen: Jesse Weißenfels, Sebastian Mannström und Edwin Schwarz waren von Anfang an dabei, dafür nahmen Luca Pfeiffer, Maurice Hirsch und Lhadji Badiane auf der Auswechselbank Platz.

Die 200 mitgereisten Kickers-Fans zeigten zu Spielbeginn eine Choreo.

Die 200 mitgereisten Kickers-Fans zeigten zu Spielbeginn eine Choreo.

Nico Blank im Zweikampf mit Thorben Stadler
Nico Blank im Zweikampf mit Thorben Stadler

Die Blauen, die heute zum ersten Mal im neuen gelben Ausweichtrikot aufliefen, zeigte von Beginn an eine couragierte Leistung. Sie hatten gefühlt 70% Ballbesitz, gewannen die meisten Zweikämpfe und hatten auch ein deutliches Chancenplus zu verzeichnen. Weißenfels schob unter Bedrängnis die erste Möglichkeit auf Höhe des Strafpunktes am linken Pfosten vorbei (13.). Nach einem Freistoß für die Blauen landete das Spielgerät bei Tunjic, der sofort abzog und das Leder wurde noch leicht über die Querlatte abgefälscht (23.). Nach einer Ecke von Mannström köpfte Weißenfels den Ball in die Maschen, jedoch soll er im Abseits gestanden haben, so dass der Treffer nicht zählte (25.). In der 34. Spielminute die nächste Möglichkeit für die Blauen: Der Ball war eigentlich schon im Tor, als Tunjic den Torhüter umkurvte, aber ein Abwehrspieler schaffte es noch den Ball von der Linie zu schlagen. Nur 120 Sekunden später gleich die nächste tolle Chance: Weißenfels bediente Schwarz, doch der haute den Ball mit voller Wucht an die Querlatte.

Kurz vor dem Pausenpfiff dann der bittere Rückschlag: Pasqual Pander setzte sich auf der linken Seite durch, flankte mustergültig in die Mitte wo Christopher Hellmann freistehend und unhaltbar für Ortag einköpften durfte – das völlig überraschende 1:0 für die Walldörfer (41.). „Wir haben eine exzellente erste Halbzeit gespielt, die aber mit 1:0 für die Gastgeber endete. Eigentlich müssten wir bereits mit 3:0 führen, aber wir waren wieder nicht willig genug“, fasste der Kickers-Coach den ersten Spielabschnitt zusammen.

Mit dem verdienten 1:1-Ausgleichstreffer startete die zweite Spielhälfte: Mannström steckte auf Tunjic durch, der an der Strafraumgrenze zwar von seinem Gegenspieler gelegt wurde, doch der Schiedsrichter Jonas Weickenmeier erkannte, dass der Ball in den Lauf von Scepanik rollte, der mit einem Flachschuss durch die Hosenträger von FC-Keeper Michael Hiegl vollstreckte (48.).

Sebastian Mannström brach nur zwei Minuten später zentral durch, doch wurde beim Abschluss noch entscheidend gestört (50.). Nach der anschließenden Ecke strich der Schuss von Scepanik aus dem Rückraum nur Zentimeter über die Latte (51.).

Das Spiel in der zweiten Hälfte ging nun munter hin und her – und plötzlich landete das Leder erneut ins Kickers-Gehäuse: Tim Grupp zog aus gut 20 Metern einfach ab, Kickers-Schlussmann Ortag war zwar noch mit der Hand am Ball, doch die Kugel sprang unglücklich hinter ihm über die Linie (57.). Mit den Einwechslungen von Badiane und Pfeiffer reagiert der Kickers-Coach mit zwei frischen Offensivkräften und läutete eine offene letzte halbe Stunde ein. Beide Teams hatten ihre Chancen, wobei die Gastgeber dem 3:1 näher waren als die Kickers dem erneuten Ausgleich. Es fehlte dem Kickers-Angriffsspiel die zündende Idee oder auch Kaltschnäuzigkeit im Strafraum, so dass die Partie tatsächlich mit der 1:2-Niederlage für die Degerlocher endete.

„Man muss einfach sagen, dass uns in den letzten vier Tagen fünf Punkte durch die Finger geglitten sind,“ so der Coach nach der Partie, „wir können uns nichts dafür kaufen, dass wir gut spielen., denn wir müssen deutlich konsequenter spielen und die Tore machen. Wir dürfen uns das ganze nicht schönreden, auch wenn wir von vorherein gesagt haben, dass es mit der jungen Mannschaft eine schwierige Saison wird. Es gilt sehr schnell dazu zu lernen und reifer zu werden, um solche Spiel zu gewinnen, denn sonst bringen wir uns um unseren Lohn.“

So spielten Sie:

FC-Astoria Walldorf:  Hiegl – Kiermeier, Nyenty, Pellowski, Stadler – Pander (85. Strompf), Kern, Grupp, Hellmann (77. Solak), - Carl, Schön (67. Horn)
Ersatz: Rennar (ETW), Bormeth, Kizilyar, Varese
Trainer: Matthias Born

SV Stuttgarter Kickers: Ortag – Blank, Komolong, Döringer, Landeka – Weißenfels, Schwarz, Müller (75. Hirsch), Scepanik – Mannström (65. Pfeiffer), Tunjic (59. Badiane)
Ersatz: Veser (ETW), Garnier, Jäger, Abruscia
Trainer: Tomasz Kaczmarek

Tor: 1:0 Christopher Hellmann (41.), 1:1 Lukas Scepanik (48.), 2:1 Tim Grupp (57.)

Schiedsrichter: Jonas Weickenmeier, Assistenten: Dennis Meinhardt, Patrick Werner

Zuschauer: 520 Fans im Dietmar-Hopp-Sportpark Walldorf

Gelbe Karten: Grupp, Stadler, Kern - Komolong

Gelb-Rote Karten: Kern (86., wiederholtes Foulspiel)

Rote Karten: keine

Share
Diese Seite drucken