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Regionalliga Süd Saison 2010/2011
  Verein S P
1 Kassel 6 16
2 Fürth II 6 12
3 1860 München II 6 12
4 Pfullendorf 6 11
5 Kickers 5 10
6 1899 Hoffenheim 5 9
7 Nürnberg II 5 9
8 Freiburg II 6 8
9 KSC II 6 8
10 Frankfurt II 6 7
11 SSV Ulm 1846 6 7
12 Wehen II 6 7
13 Großaspach 4 6
14 Memmingen 6 6
15 Darmstadt 3 4
16 FSV F'furt II 6 4
17 Worms 6 3
18 Weiden 6 1
RL-Team
19. Spieltag der 3. Liga am 13. Dezember 2008
SC Paderborn - Stuttgarter Kickers 2:0 (0:0)




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Ärgerliche Niederlage: Orlando Smeekes (Eibner-Pressefoto)

Die Drittliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers haben am Samstagnachmittag durch zwei späte Gegentreffer eine Überraschung gegen den Spitzenreiter SC Paderborn verpasst. Die tapfer kämpfenden Gäste verloren mit 0:2 (0:0) vor knapp 8000 Zuschauern in der Paragon-Arena. Zunächst staubte der Paderborner Angreifer Frank Löning zur nicht unverdienten 1:0-Führung in der 86. Spielminute mit seinem elften Saisontreffer ab, Sercan Güvenisik erzielte anschließend mit einem verwandelten Foulelfmeter in der Nachspielzeit den 2:0 Endstand.

Zur Aufstellung:

Nahezu dieselbe Aufstellung vom 3:2-Heimerfolg gegen Bremen bot Edgar Schmitt heute beim SC Paderborn auf. Nur eine Änderung gab es in der Startelf: U23-Spieler Thomas Gentner feierte auf der linken Außenbahn anstelle des verletzten Josip Landeka (Sprunggelenk) sein Startelfdebüt, ebenso spielte Moritz Steinle wieder auf der rechten Abwehrseite von Beginn an. Die Kickers-Aufstellung im Überblick: Manuel Salz im Tor, die Abwehrkette mit Moritz Steinle, Marcus Mann, Markus Ortlieb und Jens Härter, das Mittelfeld mit Alexander Rosen und Benedikt Deigendesch zentral, auf den Außenpositionen Sascha Traut und Thomas Gentner, im Angriff Michael Schürg und Orlando Smeekes. Auf der Bank mussten Bashiru Gambo, Angelo Vacarro, Marco Tucci, Thorsten Reiß, Ralf Kettemann, Franco Petruso und Ersatzkeeper Benjamin Huber Platz nehmen.


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Benedikt Deigendesch (re.) und Enis Alushi (Eibner-Pressefoto)

Der Spielverlauf:

Der Tabellenführer aus Ostwestfalen zeigte sich von Beginn an spielerisch besser und ballsicherer als die Kickers. Die Degerloch beschränkten sich mehr auf ihre Defensive und versuchten über Konter über die beiden schnellen Spitzen Schürg und Smeekes zum Erfolg zu kommen. So sahen die knapp 8.000 Zuschauer in der neuen Paragon Arena nur wenige Strafraumszenen im Verlauf der ersten Halbzeit. In der dritten Minute köpfte Sebastian Schuppan genau in die Arme von Kickers-Keeper Manuel Salz, ein Schuss von Karsten Fischer strich knapp am Tor der Stuttgarter vorbei (8.), kurz darauf entschärfte Keeper Manuel Salz bei einen Lindemann-Versuch (10.). Im weiteren Spielverlauf agierte das Dotchev-Team weiter feldüberlegen, doch der finale Pass und letzte Konsequenz fehlte oft, weil die Kickers in der Defensive meist sehr geordnet und sicher standen.
Aufregung dann in der 26. Minute, als Marcus Mann bei einem Freistoß der Gastgeber am Boden lag. Er bekam einen Ellbogencheck von Paderborns Holst an den Hals, was zu einer kurzen Rudelbildung führte. Schiedsrichter Siebert schnappte sich den Spielführer der Paderborner und beließ es tatsächlich nur bei einer müdlichen Verwarnung.

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Rudelbildung nach dem Ellbogencheck an Marcus Mann (Eibner-Pressefoto)

Sportlich gesehen zeigten die Blauen zeigten nur vereinzelt ein paar Konteransätzen, das einzige Mal als es richtig gefährlich wurde, ereignete sich dann in der 40. Minuten: der schnelle Orlando Smeekes setzte durch und kam im Strafraum zu Fall, doch Schiedsrichter Siebert zeigt nicht auf den Punkt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten die Kickers zum ersten Mal richtig Glück, als Kumbela das Kickers-Gehäuse freistehend fünf Meter vor dem Tor nur knapp verfehlte (43.). So blieb es beim torlosen Unentschieden zur Halbzeit.
Zu Beginn der zweiten Hälfte mussten die Degerlocher dann in Führung gehen: Orlando Smeekes setzt sich bei einem seiner wenigen gelungenen Dribblings gegen drei Gegenspieler durch und passte dann gut elf Meter vor dem Tor quer auf Michael Schürg. Der Kickers-Stürmer stand völlig frei vor SCP-Keeper Jensen und konnte sich eigentlich die Ecke aussuchen, doch leider versagten ihm die Nerven. Sein Schuss war zu unplatziert, Jensen konnte klasse mit der Hand parieren und bewahrte sein Team vor dem Rückstand. Diese Chance musste Michael Schürg machen … ohne wenn und aber (53.).
Danach riss dann der Zweitliga-Absteiger wieder das Ruder mehr und mehr an sich und setzte die Stuttgarter zunehmend unter Druck. Durch sichere Ballstafetten und immer wieder schöne Flankenwechsel kamen die Paderborner folgerichtig zu guten Möglichkeiten durch einen Flugkopfball von Wemmer (58.) und einem Schuss von Schuppan (59.). Auf der anderen Seite vergab erneut Michael Schürg seine zweite gute Möglichkeit, wieder scheiterte er nach Vorarbeit von Sascha Traut und Orlando Smeekes am starken Jensen im SCP-Tor (63.).

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Sascha Traut verfolgt von Florian Mohr (Eibner-Pressefoto)

Zwischen den 64 und 78. Minuten nutzen dann beide Trainer ihr komplettes Auswechselkontingent aus und läuteten somit die Schlussphase ein. Auf der Kickers-Seite kam zunächst Bashiru Gambo für Michael Schürg in die Partie (64.), wo er als Stürmer neben Orlando Smeekes spielte. Etwas überraschend dann aber die Auswechslung von Marcus Mann, der in der 74. Minute für Ralf Kettemann Platz machen musste. Kettemann spielte im Mittelfeld, Alexander Rosen ging zurück in die Abwehrkette neben Markus Ortlieb (74.). Thorsten Reiß (für Sascha Traut) sollte ab der 78. Minute nochmals auf der echten Außenbahn für Druck sorgen.
So sah es auch nach den Auswechslungen und dem Schuss von Kumbela (72.) ans Außennetz eigentlich nach einem überraschenden Punktgewinn der Stuttgarter und dem Verlust der Tabellenführung für Paderborn aus. Doch leider kamen die Kickers in den Schlussminuten wie schon so oft in der laufenden Saison auf die Verliererstraße. In der 86. Minute wurde Alushi bei seinem Schuss nicht früh genug gestört, so zog der Paderborner aus 20 Metern ab. Sein strammer Schuss klatschte an die Unterkante der Latte und sprang im Fünfmeterraum auf den Kopf von Löning, der freistehende schneller am Ball war als Manuel Salz und somit nur noch zum 1:0 einnicken musste.
Doch nach diesem Gegentreffer waren die Kickers nicht geschockt und hatten durch Thorsten Reiß noch zwei riesen Chancen zum Ausgleich, doch sein Abschluss war beide Mal zu harmlos.

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Orlando Smeekes (Eibner-Pressefoto)

In der Nachspielzeit bekamen die Ostwestfalen sogar noch einen Foulelfmeter geschenkt. Orlando Smeekes blieb mit seinem Dribbling am gegnerischen Strafraum hängen und die Gastgeber starteten gegen die aufgerückte Kickers-Mannschaft einen Konter, der mit einem leichten Köperkontakt zwischen Moritz Steinle und Güvenisik endete. Der eingewechselte Stürmer ließ sich fallen und Schiedsrichter Siebert entschied tatsächlich noch auf Foulelfmeter in der Nachspielzeit. Der Gefoulte trat selber an und traf zum 2:0 Endstand sicher unter die Latte.
Danach war die Partie vorbei, die Partie wurde nicht mehr angepfiffen. Mit dem sicherlich verdienten Sieg durften sich die Paderborner über die Herbstmeisterschaft in der 3. Liga freuen, dennoch hätte die Partie ganz anders verlaufen können, wenn die Kickers ihre wenigen guten Chancen genutzt hätten.

Die Trainerstimmen:

Edgar Schmitt: "Wir haben sehr gut aus der Ordnung gespielte und haben gezeigt, dass wir immer besser werden und auch klare Chancen hatten das Spiel heute zu gewinnen. Bevor Paderborn ein paar hochkarätige Chancen hat, hatten wir zwei riesen Dinger, die wir einfach machen müssen. Ich kann die Aktion an Smeekes nicht beurteilen, war es ein Elfmeter, war es keiner. Er fällt ganz komisch, wahrscheinlich muss es dann einer gewesen sein. Dann soll es noch einen Ellbogencheck gegebene haben, aber hätten und haben. Dann haben wir das 1:0 durch die riesen Chance von Schürg wieder nicht gemacht, danach ging es dann hin und her, dabei auch ein paar hochkarätige Chance für Paderborn. Danach verlief es sehr unglücklich, für uns am Ende eine unverdiente Niederlage. Aber wir machen weiter, wir werden es schaffen, davon bin ich felsenfest davon überzeugt. Weil das das was wir mittlerweile spielen, das sieht nach Fußball aus.“


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Enttäuschung nach dem Spiel (v.l.): Alexander Rosen, Thomas Genter, Manuel Salz und Moritz Steinle (Eibner-Pressefoto)

Pavel Dotchev: „Ich bin sehr sehr glücklich, dass wir heute so ein schweres Spiel gegen einen sehr kompakten Gegner gewonnen haben. Das Spiel heute hat mich an das Heimspiel gegen Wuppertal erinnert, als der Gegner in der 60. Minute einmal vors Tor kommt und dann das Spiel noch gewinnt. Auch heute wäre es so möglich gewesen, weil der Gegner zwei schnelle Stürmer hatte und zwei gute Chancen hatte. Wir mussten immer aufpassen, dass wir den Gegner nicht zum Kontern einladen, was ein sehr schmaler Grad für uns gewesen ist. Nichtsdestotrotz haben wir geduldig gespielt, ich bin sehr froh dass die Mannschaft nicht die Linie verloren hat. Wir haben versucht Fußball zu spielen, kontrolliert zu spielen. Es gibt solche Sachen im Fußball, dass man kurz vor Schluss wenn die Konzentration nachlässt und die Beine müder werden, dass man genau dann zuschlägt und auch das Spiel gewinnt. Und das ist uns heute gelungen. Aufgrund der gesamten 90. Minuten geht der Sieg auch in Ordnung. Es war heute jedenfalls ein Arbeitssieg. Wir haben aber wieder zu viele Chancen verspielt, wenn wir früher in Führung gegangen wären, wäre es sicherlich einfacher gewesen.. Vielleicht kann man heute aber auch sagen, dass wenn man oben steht solche Spiele gewinnt, und wenn man unten steht eben verliert. Aber ich bin absolut der Meinung, dass wir heute verdient gewonnen haben.“


Die Spielstatistik:

SC Paderborn 07: Jensen – Wemmer (68. Güvenisik), Holst, Mohr, Schuppan (78. Halfar) – Fischer, Lindemann, Alushi, Brandy (74. Krecidlo) – Löning, Kumbela - Trainer: Dotchev

Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Mann (74. Kettemann), Ortlieb, Härter – Traut (77. Reiß), Rosen, Deigendesch, Gentner – Schürg (64. Gambo), Smeekes - Trainer: Schmitt

Zuschauer:
7.944 Fans in der Paragon-Arena in Paderborn

Torfolge:
1:0 Löning (86.)
2:0 Güvenisik (90.+2, Foulelfmeter)

Schiedsrichter:
Siebert (Berlin)

Verwarnungen:
Alushi - Steinle
 
Kim-Tobias Stehle
erstellt am 14.12.2008




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