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Enttäuschung nach der Derbyniederlage: die Kickers mussten sich dem VfB Stuttgart II mit 0:1 geschlagen geben (Fotos: Baumann)

Enttäuschung nach der Derbyniederlage: die Kickers mussten sich dem VfB Stuttgart II mit 0:1 geschlagen geben (Fotos: Baumann)

1.Mannschaft | 24.02.2018

Niederlage im Stadtderby

Kickers unterliegen durch ein Eigentor von Feisthammel der Zweitvertretung des VfB Stuttgart mit 0:1 (0:1) Toren

Cannigia Elva und Tobias Feisthammel
Cannigia Elva und Tobias Feisthammel

Durch das Eigentor von Tobias Feisthammel in der 25. Spielminute verloren die Stuttgarter Kickers das Stadtderby beim VfB Stuttgart II vor 1.345 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau mit 1:0. Die Degerlocher konnten beste Möglichkeiten durch Alessandro Abruscia und Daniel Hammel nicht nutzen, während die Gastgeber im Laufe der Partie insgesamt vier Mal das Aluminium trafen. So blieb es bei der knappen aber verdienten Niederlage im Duell mit dem Stadtrivalen.

Mit zwei  Änderungen im Vergleich zur Auswärtsniederlage in Mannheim startete das Team von Cheftrainer Paco Vaz in die Auswärtsbegegung auf heimischem Rasen. Für Maurice Hirsch und Edwin Schwarz standen Daniel Hammel und Mario Suver in der Startelf. Mit einer Raute im Mittelfeld und von Beginn an mit den beiden Stürmern Daniel Hammel und Mijo Tunjic änderte der Kickers-Coach heute seine taktische Ausrichtung.

Die Anfangsphase war geprägt von vorsichtigem Abtasten und zahlreichen Ballverlusten auf beiden Seiten. Nach einer knappen Viertelstunde dann vielleicht die Schlüsselszene im Spiel. Daniel Hammel erlief einen verunglückten Rückpass auf Kastenmeier, umkurvte den Torhüter und knallte das Leder aus halbrechter Position an die Querlatte des Tores. Das hätte die Führung für die Blauen sein können und müssen.

Die Degerlocher waren in der Folgezeit gut in der Partie und gerieten dann im Anschluss an eine Freistoßhereingabe von Nicolas Sessa unerwartet mit 0:1 in Rückstand, als Tobias Feisthammel eigentlich völlig unbedrängt mit seinem Kopfball in die eigenen Maschen traf (25.).

Gut fünf Minuten später vergab Sessa mit seinem Schuss an die Querlatte die große Möglichkeit für die Gastgeber zu erhöhen (31.). Nach einem Zweikampf mit Stefan Peric ging Kickers-Stürmer Hammel im Strafraum zu Boden und die Zuschauer im Stadion forderten vehement Strafstoß für die Degerlocher, aber Schiedsrichter Hildenbrand liess weiterspielen. Nachdem Elva seinen satten Schuss aus gut 25m an den linken Innenpfosten setzte (43.), ging es mit einem knappen Rückstand in die Halbzeitpause.
 

Die Szene zum Tor des Tages: Tobias Feisthammel (li.) köpft unglücklich den Freistoß ins eigene Netz, Alexander Groiß jubelt und Marvin Jäger (re.) kann es nicht glauben.

Alessandro Abruscia und Lukas Kiefer.
Alessandro Abruscia und Lukas Kiefer.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs waren die Kickers besser in der Partie, liefen den Stadtrivalen früh und aggresiv an, kamen zu selten gefährlich in den Strafraum. In der 66. Minuten hatten die Zuschauer schon den Torschrei auf den Lippen, aber ein perfekter Schuss von Abruscia von der Strafraumgrenze wurde von einem Abwehrspieler der Gastgeber in höchster Not mit der Brust geklärt. Allerdings fehlte zu häufig die Durchschlagskraft und der letzte finale Pass kam nicht an.

Die Kickers warfen mit zunehmender Spielzeit alles nach vorne und eröffneten den Gastgebern damit ihre Konterchancen. Elva traf nach knapp 70 Spielminuten zum dritten Mal nur Aluminium. Auf der Gegenseite fasste sich erneut Abruscia ein Herz und zog von der Strafraumgrenze ab, aber sein Schuss ging einen halben Meter über die Querlatte.

Die Jungen Wilden verteidigten den knappen Vorsprung geschickt, versäumten es aber eine der zahlreichen guten Möglichkeiten zur Vorentscheidung zu nutzen. So trafen sie fünf Minuten vor dem Ende zum wiederholten Mal nur den Pfosten (85.). Nach einer Flanke von Michael Klauß kamen die Degerlocher mit der Volleyabnahme von Hammel in der Schlussminute noch zur großen Ausgleichschance, aber auf der Linie klärten die Gastgeber den Schuss (90.) und damit blieb es bei der knappen Niederlage im Stadtderby.

Jetzt gilt es sich gut auf die nächsten beiden schweren Heimspiele vorzubereiten: Am Samstag, 3. März kommen zunächst die Offenbacher Kickers auf die Waldau (Anstoß um 14.00) und am Dienstag, 6. März findet um 19.00 Uhr das Nachholspiel gegen den 1.FC Saarbrücken statt.

Cheftrainer Paco Vaz nach der Partie: „Glückwunsch an den VfB zum Sieg. Für uns fühlt es sich momentan nicht so toll an. In der ersten Halbzeit haben wir es nicht immer geschafft den Druck so aufzubauen, wie wir es wollten. In der Phase mit dem Lattentreffer von Daniel Hammel bekommen wir ein unglückliches Gegentor durch das Eigentor von Tobias Feisthammel, dem wir keinen Vorwurf machen. Das Gegentor passt auch gerade zur Situation. Was die zweite Halbzeit angeht kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles rausgehauen und sich volles Tempo reingehängt. Wir haben aber keine Mittel gefunden, im letzten Drittel die Lösung zu finden. Der VfB hat es gut verteidigt."
 

Es spielten:

VfB Stuttgart II: Kastenmeier - Scheidl, Groiß, Peric, Radeljic, Brunn Larsen (85. Ramaj) - Sessa, Özcan, Kiefer - Elva (90.+1 Collinge), Ferdinand (46. Sommer)
Ersatz: Castellucci (ETW), Oeßwein, Galstyan, Stefandl
Trainer: Andreas Hinkel

Stuttgarter Kickers: Ortag – Garnier, Jäger, Feisthammel, Döringer (65. Badiane) – Suver (79. Mannström) –  Müller, Abruscia (79. Meiser), Klauß – Hammel, Tunjic
Ersatz: Herrmann (ETW), Hirsch, Gerber, Schwarz
Trainer: Paco Vaz

Tore: 1:0 Tobias Feisthammel (25., Eigentor)

Schiedsrichter: Mario Hildenbrand, Assistenten: Dennis Boyette, Patrick Laier, Vierter Offizieller: Tobias Doering

Gelbe Karten: Groiß - Garnier, Hammel

Gelb-Rote Karten: -

Rote Karten: -

Zuschauer: 1.345 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau
 

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