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Ceu Cunha, Heli Herlevi-Malila und Susanne Strohm (v.l.) bei der Siegerehrung.

Ceu Cunha, Heli Herlevi-Malila und Susanne Strohm (v.l.) bei der Siegerehrung.

Verein | 22.09.2018

Susanne Strohm mit dem Speer nach Malaga und mit Bronzemedaille zurück.

Kickers-Athletin vbei den 23. Leichtathletik-Weltmeisterschaften der Senioren

Susanne Strohm mit der Bronzemedaille
Susanne Strohm mit der Bronzemedaille

Vom 4. bis 16. September 2018 fanden im spanischen Málaga die 23. Leichtathletik-Weltmeisterschaften der Senioren statt. Die Veranstaltung konnte mit einer Rekord-Teilnehmerzahl von mehr als 8000 Seniorensportlern aufwarten. 614 deutsche Starterinnen und Starter bildeten das 3.größte Team. Startberechtigt waren alle Sportler im Alter von mindestens 35 Jahren, unter ihnen auch die Waiblingerin Susanne Strohm, die für die SV Stuttgarter Kickers startet.

In Strohms Spezialdisziplin, dem Speerwurf der Altersklasse W55 waren 36 Teilnehmerinnen aus 18 Nationen gemeldet. Auf Grund der großen Teilnehmerzahlen erfolgte der Vorkampf in 2 Gruppen, aus denen die insgesamt 8 Besten das Finale erreichten. Bereits aus den gemeldeten Vorleistungen war erkennbar, dass sich mindestens 6 Athletinnen Hoffnung auf eine Medaille machen durften, unter ihnen auch Susanne Strohm mit dem 4. besten Meldeergebnis. Dementsprechend motiviert ging sie den Wettkampf an und konnte sich mit 33,21 Meter als Drittbeste für das Finale qualifizieren. Hier steigerte sie sich im 5. Versuch auf 34.22 Meter und sicherte sich damit die Bronzemedaille hinter der großen Favoritin Heli Herlevi-Malila aus Finnland und ihrer langjährigen Konkurrentin Ceu Cunha aus Portugal.

Fünf Tage nach diesem Erfolg startete Susanne Strohm noch im Werfer-Fünfkampf der Altersklasse W55 und konnte sich dort im großen Feld der 30 Konkurrentinnen mit 3563 Punkten Platz 8 und damit noch einmal einen  Finalplatz erkämpfen. Bei der ersten Disziplin, dem Hammerwerfen hatten am frühen Morgen fast alle Teilnehmerinnen Schwierigkeiten, in den Wettkampf zu finden. Strohm konnte nach 2 ungültigen Versuchen nicht mit vollem Risiko werfen und erzielte im dritten und letzten Versuch wenigstens noch 29,52 Meter. Das anschließende Kugelstoßen lief mit 10,46 Meter deutlich besser. Im Diskuswurf stand mit 23,18 Meter leider wieder nur ein gültiger Versuch zu Buche. Dafür konnte sie in ihrer Spezialdisziplin, dem Speerwurf mit der drittbesten Weite von 32,24 Meter etliche Plätze gut machen. Die letzte Disziplin mit dem 7,26 kg schweren Gewicht war dann in der Mittagshitze für alle noch einmal ein Kraftakt. Mit 10,17 Metern sicherte sich Susanne Strohm den achten Platz knapp vor Janice Astrid Flaathe aus Norwegen und war damit zweitbeste Deutsche von insgesamt sieben DLV-Starterinnen.
 

Leider litt die Veranstaltung unter einer mangelhaften Organisation. So wurde beispielsweise der Werfer-Fünfkampf der W55 Klasse auf Sonntagmorgen um 8:00 Uhr angesetzt. Erst Strohms Ehemann und Trainer, der selbst schon Technischer Leiter einer Senioren-Weltmeisterschaft im Wurfbereich war, konnte den Organisatoren klar machen, dass niemand das Stadion mit öffentlichen Verkehrsmitteln rechtzeitig (Callroomzeit 7:15 Uhr) erreichen kann, weil die ersten öffentlichen Verkehrsmittel in Málaga Sonntags erst um 7:00 Uhr starten. Der Beginn wurde in der Nacht davor noch auf 8:30 Uhr verlegt. Dafür machte der einzige Verpflegungsstand im Stadion schon um 11:00 Uhr wieder zu. Bei 30 Grad eine trockene Angelegenheit für alle im Stadion, die noch 18:00 Uhr dort ausharren mussten.  

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