24.03.2024

Neubau Gegentribüne GAZi-Stadion auf der Waldau

Der Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart hat für den Neubau der Gegentribüne im GAZi-Stadion auf der Waldau die Haushaltsmittel eingestellt und das Büro asp Architekten, welche schon für die Realisierung der Haupttribüne verantwortlich zeichneten, mit der Planung beauftragt. Präsidiumsmitglied Jürgen Kindler, zuständig für die Infrastruktur des Vereins, gibt Einblicke in den aktuellen Sachstand. 

Welche Voraussetzungen erfüllt das Stadion aktuell und warum ist der Neubau der Tribüne erforderlich?
Jürgen Kindler: „Zunächst einmal möchte ich erwähnen, dass auf Initiative des Stadtrats Christian Vetter, die CDU-Gemeinderatsfraktion den Haushaltsantrag für einen Erneuerungsbau der Gegentribüne eingebracht hat. Ohne diese Initiative und die zustande gekommene Mehrheit für den Antrag, könnten wir heute nicht über den geplanten Neubau sprechen.
Das Stadion erfüllt die Auflagen für die 3. Liga. Allerdings entsprechen die Rettungswege auf der Tribüne nicht der aktuellen Versammlungsstättenverordnung, der Spielfeldabstand ist zu gering und die mangelhafte Trennung der Besucherströme von Heim.- und Gästefans birgt Sicherheitsrisiken.  Zudem sind die Sichtlinien eingeschränkt und die Fans auf den vorderen Stehreihen dem Regen ausgesetzt.

Was wird genau geplant?
Jürgen Kindler: „Ein Neubau der Gegengerade mit einer Kapazität von ca. 6.000 überdachten Plätzen, davon ca. 1.000 Sitzplätze oberhalb der Stehplatzreihen. Die Gesamtkapazität des Stadions nach dem Umbau liegt dann bei ca. 12.500 Zuschauern. Zusätzlich werden Räumlichkeiten für einen Fanshop, Stadiongastronomie und weitere Nebenräume geschaffen.

Sind die Kickers als Hauptmieter des Stadions in die Umbaupläne eingebunden?
Jürgen Kindler: „Wir sind in die Planungen der Stadt, insbesondere durch das Amt für Sport und Bewegung, sehr gut eingebunden. Der ausdrückliche Wunsch der Fans, die Stehplätze auf der neuen Tribüne zu erhalten und der Zugang von oben in die Stehplatzränge, wird in der aktuellen Planung umgesetzt.“

Und wie wird die neue Tribüne aussehen?
Jürgen Kindler: „Der Tribünenneubau wird sich in der Höhe an den Abmessungen der Haupttribüne orientieren und eine Erhöhung zum Spielfeld hin aufweisen, sodass in Zukunft keine Zäume mehr erforderlich sind. Der Abstand zur Seitenlinie wird wie bereits heute vor der Haupttribüne entsprechend den Mindestanforderungen des DFB sechs Meter betragen anstatt aktuell 2,50 Metern.

Wie sieht der Zeitplan aus?
Jürgen Kindler: „Momentan werden die betreffenden Ämter der Stadt in die Planung eingebunden, danach muss der Bauantrag eingereicht werden, damit auf dieser Grundlage, die Baugenehmigung erteilt werden kann. Dann erfolgen die Ausschreibungen und die Auftragsvergabe. Aufgrund der Waldnähe kann mit den Abbruchmaßnahmen nur in den Herbst-/Wintermonaten begonnen werden. Aktuell gehen wir von einem Baustart im Herbst 2025 aus.

Müssen die Kickers während der Bauzeit wieder umziehen?
Jürgen Kindler: „Nein, auch während der Tribünenarbeiten werden die Kickers auf der Waldau spielen. Die Stadionkapazität ist allerdings eingeschränkt und beträgt in dieser Zeit ca. 6.000 Besucher.

Was ist mit den Tribünen hinter den Toren?
Jürgen Kindler: „Hier bleibt zunächst alles unverändert. Im Rahmen der Planung für die Gegentribüne wurde bereits untersucht, welche Möglichkeiten die Hintertorbereiche bieten und wie diese zukünftig an die neue Gegengerade angeschlossen werden können.

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