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Gesundheitsgefährdend und schlichtweg verboten: Nebeltöpfe beim Spiel der Kickers gegen Großaspach (Fotos: Baumann).

Gesundheitsgefährdend und schlichtweg verboten: Nebeltöpfe beim Spiel der Kickers gegen Großaspach (Fotos: Baumann).

Verein | 05.10.2015

Kickers suchen Zeugen

Verein enttäuscht über Fanverhalten beim Aspach-Spiel

Kickers-Präsidiumsmitglied Dr. Niko Kleinmann verurteilt das Verhalten einiger Fans.
Kickers-Präsidiumsmitglied Dr. Niko Kleinmann verurteilt das Verhalten einiger Fans.

Mit einer Verzögerung von rund zwei Minuten musste am vergangenen Samstag die Partie zwischen den Stuttgarter Kickers und der SG Sonnenhof Großaspach (0:4) angepfiffen werden. Grund dafür waren Nebeltöpfe, die im B-Block des GAZi-Stadions beim Einlaufen der Mannschaften gezündet wurden. Der Verein verurteilt dieses Verhalten aufs allerschärfste und sucht nun Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können. Sollten der oder die Täter ermittelt werden, wird der Klub möglicherweise Regressansprüche stellen.

Neben der zu erwartenden Geldstrafe zeigen sich die Stuttgarter Kickers tief enttäuscht über das Verhalten einiger Fans. Auf Initiative der Ultragruppierung „Blaue Bomber“ gab es am Samstag eine angemeldete und genehmigte Choreographie, die durch das Zünden der Nebeltöpfe in den Hintergrund gedrängt wurde. „Das Vertrauen, das in der Vergangenheit zu den Sicherheitsbehörden, aber auch zum Verein aufgebaut wurde, ist seit Samstag weitestgehend zerstört. Wir haben die Kontrollen zuletzt auf das Mindestmaß reduziert und Choreographien schnell und unkompliziert genehmigt, doch diese Strategie müssen wir nun überdenken“, so das für Fanangelegenheiten zuständige Kickers-Präsidiumsmitglied Dr. Niko Kleinmann.

In der Vergangenheit wurden solche Choreographien bei einem Aufsichtsratsmitglied und Sponsor sowie im Jugendhaus an der Kickers-Geschäftsstelle vorbereitet und angefertigt. Ob diese Räumlichkeiten in Zukunft zur Verfügung gestellt werden, ist eher fraglich. Der Verein wird die zuständigen Verantwortlichen noch in dieser Woche zu einem Gespräch bitten, um die Vorkommnisse aufzuarbeiten. Zusätzlich wird die Polizei die Videoaufzeichnungen auswerten. Im Dezember 2014 (Regensburg, 1.500€) sowie im September 2013 (Heidenheim, 2.500€) waren Teile der Kickers-Fans zum letzten Mal auffällig geworden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Blauen zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert, die von der Kanzlei Wüterich und Breucker angefertigt wird. Nähere Hinweise bitte per Mail an info@stuttgarter-kickers.de.

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