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U17-Trainer Mustafa Ünal darf auf eine tolle Saison mit dem 7.  Platz in der Bundesliga Süd / Südwest zurückblicken (Fotos: Baumann).

U17-Trainer Mustafa Ünal darf auf eine tolle Saison mit dem 7. Platz in der Bundesliga Süd / Südwest zurückblicken (Fotos: Baumann).

u17-junioren | 11.06.2019

Saisonrückblick der U17

Die U17 der Stuttgarter Kickers beendet die Saison auf einem tollen 7. Platz in der Bundesliga Süd / Südwest. Was die Saison dabei ausgemacht hat und das nicht immer alles nach Plan lief, zeigt ein kleiner Rückblick.

Oguzhan Kekeci (li.) im Duell mit Jordan Meyer vom VfB Stuttgart.
Oguzhan Kekeci (li.) im Duell mit Jordan Meyer vom VfB Stuttgart.

„Am Ende schaut niemand mehr, wie Ergebnisse und Platzierungen zustande gekommen sind.“ Solche oder so ähnliche Aussagen hört man immer wieder auch von hoch dotierten Experten aus der Branche. In diesem Fall ist dies aber umso interessanter, so sind die Stuttgarter Kickers der einzige Verein in der Oberliga, der im Nachwuchsbereich auf der höchsten Ebene spielt und sich Woche für Woche mit dem Nachwuchs der Bundesligisten FC Bayern München oder 1. FSV Mainz 05 messen kann. Dass dies oftmals ein ungleicher Kampf ist, zeigen nicht zuletzt die verschiedenen Etats der Vereine.
Das Team wird angeleitet vom Trainer Mustafa Ünal und Co- Trainer Alexander Kustermann. Zudem ist Tokcan Yildirim für die Torhüter verantwortlich. Die drei sind dabei in der zweiten Saison verantwortlich für die U17 – Junioren auf der Waldau. Unterstützt wurden sie diese Saison vom Betreuer Rachid Baroudi.

Die Saisonplanung

Angefangen hat diese mit einem Schlüsselerlebnis in der Saison 2017/2018 beim FC Augsburg. Hier entschloss sich das Trainerteam in akuter Abstiegsnot am 04. März 2018 beim FC Augsburg mit 5 Spielern aus der jahrgangsjüngeren U16 beim FC Augsburg anzutreten. Mit Erfolg:  man gewann das Spiel auswärts mit 0:1. Bereits in der Wintervorbereitung wurden immer wieder Spieler des Jahrgangs 2002 in die Trainingsarbeit einbezogen. Diese wurden nachfolgend fest eingebaut und sicherten so einerseits durch ihre Unterstützung den Klassenerhalt, aber auch die Basis, dass man sich auch bei einem Regional- bzw. Oberligisten optimal im Nachwuchsleistungszentrum entwickeln und die Plattform Bundesliga nutzen kann.
So war es für die aufrückenden Nachwuchstalente aus der U16 nicht allzu schwer, sich für die weitere sportliche Zusammenarbeit unter dem Fernsehturm zu binden. Es wurden alle Leistungsträger aus der U16 in die U17 übernommen, teils hochkarätige Angebote wurden ausgeschlagen.
 

Lirim Hoxha (re.) im Duell mit David Herold (Bayern München))
Lirim Hoxha (re.) im Duell mit David Herold (Bayern München))

Die Saisonvorbereitung

Durch die Meisterschaft der U16 in der Saison 2017/2018 in der Verbandsstaffel Nord Württemberg, standen nachfolgend Aufstiegsspiele für die erfolgreichen Kicker an. Für gewöhnlich 2, in diesem Fall aufgrund eines Sportgerichtsverfahrens 3. In der Summe wurden die Spiele für sich entschieden- die U16 stand als Aufsteiger in die Oberliga Baden-Württemberg fest.
Knackpunkt an der Geschichte: das letzte Aufstiegsspiel fand am 14.07.2018 statt. Die neue Saison in der U17 Bundesliga begann am 11.  August.
Nach kurz eingelegter Pause hatten die Mannen um Mustafa Ünal lediglich zweieinhalb Wochen Zeit, sich auf das Abenteuer Bundesliga vorzubereiten. Alle anderen Teams befanden sich insgesamt 6-7 Wochen in der Vorbereitung.

Die 3 Phasen der Saison: 1. Findungsphase

Aus den ersten 11 Spielen holte die Elf um die Trainer Mustafa Ünal und Alexander Kustermann lediglich 9 Zähler. Man merkte den Spielern die kurze Pause an. Die Gegner waren oftmals frischer. Es war nicht selten, dass die letzten Prozente psychisch als auch physisch fehlten. Insbesondere die Niederlagen bei den direkten Konkurrenten um den Klassenverbleib (Karlsruher SC, SV Wehen-Wiesbaden) schmerzten. Zudem wurde trotz besserer Spielanlage gegen den 1. FC Heidenheim, SpVgg Unterhaching und den 1. FC Nürnberg nur einfach gepunktet. Ein Sieg, der Hoffnung machte, war das deutliche 3:0 gegen den Nachwuchs von Eintracht Frankfurt am 10. Spieltag.

Die 3 Phasen der Saison: Die Siegesserie

Zwischen Spieltag 12 und 17 holte der SVK aus 6 Spielen 6 Siege:
SSV Ulm – SVK 1:3 ; SVK – FC Augsburg 3:2 ; SVK – VfB Stuttgart 2:0 ; 1. FC Heidenheim – SVK 0:3 ; SVK – Karlsruher SC 4:1 ; FC Ingolstadt – SVK 0:1

Eine eindrucksvolle Bilanz der Blauen, die damit klarmachten, jeden in der Liga schlagen zu können, sofern die Leistung im Kollektiv stimmte. Der Zusammenhalt im und um das Team passte. Die Kickers überzeugten mit erfrischendem Umschaltspiel und Spiel am Ball.

Kapitän Nick Rudloff.
Kapitän Nick Rudloff.

Die 3 Phasen der Saison: Unterstützung innerhalb des Nachwuchsleistungszentrums

Nachdem man sich durch die Siegesserie in ruhige Gefilde befördern konnte, begann die Phase der Personalrochaden.
Die U19 (Bundesliga Süd / Südwest) und U16 (Oberliga Baden-Württemberg) befanden sich jeweils in ihren Ligen in akuter Abstiegsnot. So war es notwendig und die logische Konsequenz, unter anderem auch Leistungsträger in die Teams im Liga- und Trainingsbetrieb abzustellen. Im Gegenzug gesellte sich Woche für Woche eine überschaubare Trainingsgruppe der U17 auf dem ADM-Sportpark zusammen. Diese wurde am Wochenende teilweise ergänzt durch Spieler aus der U16, welche dort nicht zum Zuge gekommen sind.
So entwickelte sich in den letzten 9 Spielen keine Konstanz mehr. Es wurden 9 Punkte erzielt. Erwähnenswert ist hierbei sicherlich der 4:2 Sieg gegen den damaligen Meisterschaftsaspiranten 1. FSV Mainz 05.
Die U16 hielt die Liga, die U19 musste trotz ansprechender Rückrunde den Gang nach unten antreten.
 

 

Bester Torschütze: Mohamed Baroudi
Bester Torschütze: Mohamed Baroudi

Fazit einer ereignisreichen Saison

Es ist insgesamt schwer zu urteilen. Die Mannschaft hat gezeigt, auch die Größten des Südens schlagen zu können. Hätte eine geregelte Sommervorbereitung stattfinden können und ab Februar 2019 nicht der wöchentliche Umbau der Teams, wäre eventuell sogar eine noch höhere Platzierung erreicht worden. Umso höher muss das geleistete und der damit verbundene 7.  Tabellenplatz eingeordnet werden. Der VfB Stuttgart hatte im internen Stadtduell mit dem 6. Tabellenplatz knapp die Nase vorne. Die Leistung der Mannschaft um Mustafa Ünal macht Mut und wird sicher keine talentierten Nachwuchskicker davon abschrecken, ein Blauer zu werden bzw. zu bleiben.

 

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