1. Mannschaft06.05.2026

„Es war einfach wunderschön“: David Stojak feiert sein Comeback

Als David Stojak beim Spiel der Stuttgarter Kickers gegen den FC 08 Homburg eingewechselt wurde, lagen viele Monate hinter ihm. Monate, in denen er nach seinem Kreuzbandriss im Juli Schritt für Schritt auf diesen Moment hingearbeitet hatte.

„Es war alles sehr intensiv. Es war sehr, sehr schön“, beschreibt der 21-Jährige seine Rückkehr. Kurz vor der Einwechslung habe er „noch mal alles Revue passieren lassen“, den Weg mit all seinen Höhen und Tiefen. Der Empfang im Stadion habe den Moment zusätzlich besonders gemacht: „Auch dann mit so einem schönen Applaus und vor der Kulisse so empfangen zu werden und dann auf den Platz zu gehen mit meinen Jungs – das war echt wunderschön.“

„Ich wollte einfach wieder Fußball spielen“

Die Sekunden vor seiner Einwechslung erlebte David Stojak ruhiger als vielleicht erwartet. „Ich war eigentlich sogar recht gelassen“, sagt er.

Wohl auch wegen der Worte von Kerem Arslan. Der Interims-Cheftrainer, der selbst immer wieder Verletzungen in seiner Karriere verarbeiten musste, sprach ihm kurz vorher noch einmal zu. Er habe ihm gesagt, „dass er das kennt und dass es ein steiniger Weg war“ und dass David sich diesen Moment „verdient hat und hart erarbeitet“. „Das hat mir auch noch mal ein richtig gutes Gefühl gegeben“, sagt David Stojak.

Viel mehr habe er sich gar nicht vorgenommen: „Ich wollte mir gar nicht viele Gedanken machen. Ich wollte einfach wieder zurück auf den Platz sein.“ Und vor allem: „Ich wollte einfach wieder Fußball spielen. Ich hab das so unfassbar vermisst.“

Eine „sehr schwere und eklige Zeit“

Der Weg zurück begann im Sommer – mit einem abrupten Einschnitt. Vor allem die erste Phase nach der Verletzung beschreibt David als herausfordernd: „Auf Krücken, das war eine sehr schwere und eklige Zeit.“

Auch körperlich sei der Rückschritt deutlich gewesen. „Wenn du dein Bein anguckst und das rechte Bein ist auf einmal nur noch halb so breit wie das linke – das macht natürlich was mit einem“, sagt er.

Mental habe er dennoch „eigentlich sehr schnell damit abgeschlossen“. Ein wichtiger Faktor dabei: sein Umfeld. „Meine Familie und Freunde haben mir sehr viel geholfen. Auch die Mannschaft – es waren eigentlich immer alle für mich da.“

Phasen des Zweifelns gehören dazu

In der Reha lief nicht alles linear. „Es gab eine Phase, da hatte ich das Gefühl, ich komm gar nicht voran“, sagt Stojak. Wochenlang habe es sich so angefühlt, „als würde nichts passieren“.

Dass solche Phasen dazugehören, sei ihm auch im Austausch mit anderen bewusst geworden. „Das ist ganz normal“, habe er immer wieder gehört – auch von Felix Dornebusch, mit dem er Teile der Reha absolvierte. „Da gibt’s Phasen, wo du jeden Tag die gleichen Übungen machst und irgendwann dreht man einfach durch.“

Doch: Entscheidend sei gewesen, „das einfach zu akzeptieren und geduldig zu bleiben“.


Zurück im Mannschaftsalltag

Mit der Rückkehr auf den Platz kam für David Stojak auch ein Stück Alltag zurück. „Seitdem ich trainiere, ist es wieder ein anderes Gefühl“, sagt er.

Was ihm gefehlt hat, seien oft die kleinen Dinge gewesen: „Dieses Gefühl nach dem Spiel so kaputt zu sein“, oder das Zusammensitzen mit der Mannschaft danach.

Der Unterschied zwischen Training und Spiel sei dabei deutlich: „Es ist auch ein Unterschied, ob du nur mittrainierst oder ob du wieder im Spiel dabei bist.“


Schritt für Schritt Richtung Finale

Nach seinem Comeback richtet sich der Blick nach vorn. „Ich muss jetzt erst mal genauso weitermachen, fleißig sein“, sagt David. Nach einem Kreuzbandriss bleibe vieles ein Thema: „Ich muss jeden Tag meinen Körper noch besser pflegen.“

Sein Ziel für die kommenden Wochen ist klar formuliert: „Ich will jetzt einfach Spielminuten sammeln. Ich will fitter werden. Ich will noch besser werden.“

Mit Blick auf das Finale im Verbandspokalfinale am 23. Mai sagt er: „Ich will so fit wie möglich werden, um der Mannschaft dort maximal helfen zu können.“