Vor zwei Wochen fand erstmals der Elternbeirat des Nachwuchsleistungszentrums der Stuttgarter Kickers statt. Rund eineinhalb Stunden lang tauschten sich Vertreter des NLZ gemeinsam mit Eltern aus allen Altersstufen offen und konstruktiv über verschiedene Themen rund um den Nachwuchsfußball aus.
Mit dabei waren NLZ-Leiter Thomas Christ, Kaderplaner Oliver Elßässer, Pädagoge und Übergangskoordinator Pascal Bayer sowie Yavuz Tepegöz als ehemaliger Cheftrainer. Gemeinsam mit ein bis zwei Elternvertretern aus jeder Altersstufe – insgesamt nahmen rund 20 Eltern teil – wurden Ideen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge diskutiert. Aus dem Austausch konnten bereits zahlreiche konkrete Maßnahmen mitgenommen werden, die nun Schritt für Schritt umgesetzt werden sollen.
„Der Austausch war insgesamt sehr offen. Man konnte alle Themen ansprechen und hatte jederzeit das Gefühl, dass die Anliegen ernst genommen werden und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird“, berichtet ein Elternvertreter.
Der Elternbeirat ist für die Stuttgarter Kickers weit mehr als ein reines Austauschformat. Er bildet einen wichtigen Baustein der Ausbildungskultur im Nachwuchsleistungszentrum. Eltern übernehmen in der Entwicklung junger Spieler eine entscheidende Rolle: Sie unterstützen ihre Kinder im Alltag, sind Vorbilder im Umgang mit Erfolgen und Rückschlägen und helfen dabei, Erfahrungen, Entscheidungen und Entwicklungen richtig einzuordnen. Genau dieser gemeinsame Blick auf die Ausbildung soll durch den Elternbeirat weiter gestärkt werden.
Künftig wird das Gremium alle acht bis zwölf Wochen zusammenkommen. Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung bestehender Prozesse soll es insbesondere dazu beitragen, gegenseitiges Verständnis zu schaffen, Kommunikationswege zu verbessern und Anliegen frühzeitig aufzugreifen.
Das Ziel ist dabei keine Distanz, sondern eine respektvolle Nähe mit klar definierten Rollen und verbindlichen Kommunikationswegen. Eltern sind ein wichtiger Teil des Ausbildungsprozesses und sollen deshalb bewusst einbezogen werden.
„Wir möchten Eltern nicht ausschließen, sondern sie als wichtigen Teil unserer Ausbildung verstehen. Gerade als kleineres Nachwuchsleistungszentrum können wir nicht jeden Wettbewerb über finanzielle Möglichkeiten gewinnen. Umso wichtiger ist es, die Stärken zu nutzen, die wir selbst gestalten können. Eltern helfen ihren Kindern nicht nur durch Unterstützung im Alltag, sondern auch dabei, Erlebnisse richtig einzuordnen und unsere Ausbildungsphilosophie zu verstehen. Wenn wir hier gemeinsam an einem Strang ziehen, schaffen wir ein Umfeld, in dem sich unsere Spieler bestmöglich entwickeln können. Zusammen ist es einfacher. Näher geht es nicht“, sagt NLZ-Leiter Thomas Christ.
Die Stuttgarter Kickers bedanken sich bei allen Elternvertretern für den offenen, wertschätzenden und konstruktiven Austausch und freuen sich bereits auf die nächste gemeinsame Runde.