An diesem Mittwoch beginnt im ADM-Sportpark (18:30 Uhr) gegen den SV Degerschlacht die Pflichtspielsaison. Das haben wir zum Anlass genommen, um ein Gespräch mit unserem Cheftrainer Holger Bachthaler zu führen. Wie lief die Vorbereitung, wie ist sein bisheriger Eindruck vom Verein und woran gilt es noch zu arbeiten? Das beantwortet Holger Bachthaler im Interview.
Mit dem WFV-Pokal startet am Mittwoch endlich die Pflichtspielsaison. Wie fällt dein Fazit der Vorbereitung insgesamt aus?
Ich bin mit der Vorbereitung insgesamt sehr zufrieden. Die Jungs haben sehr engagiert mitgezogen und bringen eine hohe Bereitschaft mit, Dinge im Training anzunehmen und umzusetzen. Alles in Allem sind wir auf einem guten Weg, wenngleich wir uns in vielen Bereichen noch steigern müssen.
Ein wichtiger Bestandteil war das Trainingslager im Nordschwarzwald. Was hat die Mannschaft dort aus deiner Sicht sportlich und als Team am meisten vorangebracht?
Wir haben in fünf Tagen insgesamt neun Einheiten absolviert, darunter auch zwei Testspiele. Die Arbeit auf dem Platz stand dabei im Vordergrund und die Belastung für die Spieler war entsprechend hoch. Außerhalb des Trainings haben sich die Spieler an einem Abend über die Art, wie wir Fußball spielen wollen, in Kleingruppen ausgetauscht und das Erarbeitete dann präsentiert. Die Jungs haben das wirklich super gemacht und der Spaß kam dabei auch nicht zu kurz, weil jedes Team von einer Jury bewertet wurde und das „Verliererteam“ dann am letzten Abend des Trainingslagers beim Teamabend eine Einlage vortragen mussten. Das traditionelle Einstandssingen der Neuzugänge am Teamabend hat sicherlich auch nochmals dazu beigetragen, dass wir uns als Gruppe zwischenmenschlich nochmals besser kennenlernen konnten.
In den Testspielen – zuletzt bei der Saisoneröffnung gegen Jahn Regensburg – konntet ihr viele Erkenntnisse sammeln. Welche nimmst du mit in den Pflichtspielstart?
Die Testspiele waren insgesamt gut und auch aufschlussreich. Wichtig war, dass wir dabei unterschiedliche Grundordnungen gespielt haben, um auch in der Saison taktisch flexibel agieren zu können, ohne jedoch von unseren Prinzipien und Schwerpunkte im Spiel gegen den Ball abzuweichen.
Man hat gegen Jahn Regensburg gesehen, dass wir trotz anfänglichen Schwierigkeiten auch gegen einen Drittligisten über die gesamte Spielzeit sehr aktiv in der gegnerischen Hälfte angelaufen sind und den Gegner fußballerisch kaum zur Entfaltung kommen haben lassen. Durch die aktive Spielweise gegen den Ball haben wir viele gute Umschaltmomente mit guten Abschlussmöglichkeiten kreiert, wenngleich wir daraus zu wenig Tore erzielt haben. Wie Eingangs bereits erwähnt, wollen und müssen wir uns in allen Bereichen natürlich auch noch steigern. Das ist aber ganz normal so kurz vor dem Beginn der Saison.
Du bist selbst erst seit einigen Wochen Trainer der Kickers. Wie hast du den Verein, das Umfeld und die Fans bisher erlebt?
Ich bin sehr gut aufgenommen worden und habe sehr viele engagierte Mitarbeiter kennenlernen dürfen, die täglich enormes für den Verein leisten. Die Arbeit im Trainerteam und mit der Mannschaft macht riesigen Spaß, und auch der Austausch mit den Fans war bislang sehr offen und positiv. Man spürt, dass die Kickers ein besonderer Verein ist mit einer großen Tradition.
Wie sieht es personell für diesen Mittwoch aus?
Neben unseren Langzeitverletzten fehlt weiterhin Nico Molinari wegen muskulärer Probleme und Christoph Meister ist aufgrund von Adduktorenproblemen fraglich.
Der WFV-Pokal hat bei den Kickers traditionell einen hohen Stellenwert. Mit welcher Einstellung geht ihr in den Wettbewerb und was erwartest du vom Auftakt?
Der Pokal hat auch für mich einen hohen Stellenwert. Da ich den Landespokal als Trainer bereits fünf Mal (drei Mal mit dem SSV Ulm 1846 im GAZi-Stadion auf der Waldau und zwei Mal mit dem FV Illertissen) gewinnen konnte, weiß ich aus eigener Erfahrung, welche Emotionen so ein Pokalgewinn bei der Mannschaft, den Fans und im gesamten Verein hervorrufen kann.
Daneben bringt die Teilnahme am DFB-Pokal durch die Zusatzeinnahmen auch wirtschaftlich eine enorme Entlastung für den Verein. Wir werden also alles dafür tun, um den WFV-Pokal zu gewinnen. Auf die Blaue!