Vier Spieltage sind in der Frauen-Regionalliga Süd absolviert und für die Frauen der Stuttgarter Kickers liegen die ersten Wochen in der neuen Spielklasse hinter ihnen. Drei Unentschieden, eine Niederlage und drei Punkte stehen bislang zu Buche. Die reine Ausbeute erzählt dabei jedoch nur einen Teil der Geschichte: Gerade gegen ein anspruchsvolles Auftaktprogramm haben die Blauen bereits gezeigt, dass sie in der Regionalliga mithalten können. Nun soll sich die Entwicklung auch zunehmend in Ergebnissen widerspiegeln.
Schon vor dem Saisonstart war klar, dass auf den Aufsteiger direkt einige anspruchsvolle Aufgaben warten würden. Zum Auftakt bei der SpVgg Greuther Fürth gerieten die Kickers mit 0:2 in Rückstand, kämpften sich durch die Treffer von Maja Zadro und Ema Kerqota aber noch zu einem 2:2 und damit zum ersten Regionalliga-Punkt. Eine Woche später folgte beim ersten Heimspiel auf der Waldebene ein 1:1 gegen den SC Freiburg II.
Gegen den Karlsruher SC mussten die Blauen anschließend beim 0:3 erstmals in dieser Saison ohne Punkte vom Platz gehen. Die Reaktion darauf folgte beim FC Bayern München II: Erneut lag die Mannschaft mit zwei Toren zurück, erneut gab sie sich nicht geschlagen. Jennifer Marquart kurz nach der Pause und Annika Meßner in der 65. Minute sorgten für den 2:2-Endstand und einen weiteren Auswärtspunkt.
Damit stehen nach vier Spieltagen drei Punkte und ein Torverhältnis von 5:8 auf dem Konto. In der Tabelle bedeutet das aktuell Rangelf. Die Ergebnisse zeigen zugleich, wie eng die ersten Wochen in der neuen Spielklasse verlaufen sind und wie wichtig es für die Mannschaft sein wird, die bislang gezeigte Moral künftig noch häufiger in drei Punkte umzumünzen.

Cheftrainer Manuel Strobel zieht nach den ersten Wochen ein entsprechend differenziertes Fazit:
„Vier Spiele zum Auftakt gegen Top-Gegner, dreimal Unentschieden. Als Aufsteiger haben wir bewiesen, dass wir in der Regionalliga mithalten können. Die Punktezahl und der vorletzte Tabellenplatz spiegeln unseren Anspruch noch nicht wider, aber die Moral und der Charakter des Teams stimmen. In den nächsten Wochen wollen wir natürlich möglichst zeitnah die ersten drei Punkte einfahren.“
Auch Kapitänin Lisa Schade sieht in den ersten Partien eine wichtige Bestätigung für die Entwicklung der Mannschaft:
„Wir haben in den ersten Spielen gemerkt, dass wir auch in dieser Liga unsere Möglichkeiten bekommen und gegen gute Mannschaften bestehen können. Dass wir uns mehrfach nach Rückständen zurückgekämpft haben, spricht für den Charakter der Mannschaft. Gleichzeitig wissen wir, dass wir uns für unseren Aufwand jetzt auch häufiger mit drei Punkten belohnen müssen. Daran wollen wir gemeinsam weiterarbeiten.“
Bevor der Fokus wieder auf die Regionalliga gerichtet wird, wartet zunächst der WFV-Verbandspokal. Am Mittwoch, 30. September 2026, um 19:30 Uhr sind die Kickers im Achtelfinale beim VfL Ulm/Neu-Ulm zu Gast. Der VfL spielt aktuell in der Regionenliga und geht damit auf dem Papier als unterklassiger Gegner in die Begegnung. Für die Blauen ist dennoch klar, dass im Pokal Konzentration und eine geschlossene Leistung gefragt sein werden.
Bereits die vorherige Runde hat gezeigt, wie eng es im Pokal werden kann. Beim SV Hegnach setzte sich die Mannschaft nach einem 2:2 nach regulärer Spielzeit erst im Elfmeterschießen mit 7:6 durch und sicherte sich damit den Einzug ins Achtelfinale.
Nun soll in Ulm der nächste Schritt folgen – bevor nur wenige Tage später bereits die nächste wichtige Aufgabe in der Regionalliga wartet.
Am Sonntag, 4. Oktober 2026, um 11:30 Uhr empfangen die Kickers auf der Waldebene den KSV Hessen Kassel. Die Hessinnen stehen aktuell mit neun Punkten im oberen Bereich der Tabelle und stellen damit die nächste anspruchsvolle Aufgabe für die Blauen dar.
Für die Kickers geht es darum, an die positiven Phasen der ersten Wochen anzuknüpfen und sich erstmals auch mit einem Sieg in der Regionalliga zu belohnen. Dabei freut sich die Mannschaft erneut über die Unterstützung der blauen Familie auf der Waldebene.