1:3-Niederlage in Großaspach
Die Stuttgarter Kickers unterlagen zum Abschluss der Hinrunde in der Regionalliga Südwest bei der SG Sonnenhof Großaspach mit 1:3 (1:2)- Toren. Vor 4.850 Zuschauern in der WIRmachenDRUCK Arena gingen die Platzherren durch Mert Tasdelen in Führung (17.). Flamur Berisha gelang der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich (27.).
Großaspach präsentierte sich effizienter und robuster, während die Blauen ihre Druckphasen nicht in Treffer ummünzen konnten.
Der Ex-Blaue Loris Maier sicherte mit seinem Doppelpack (45./81.) den Platzherren den verdienten Heimerfolg. Auch in Überzahl nach dem Platzverweis von Tasdelen (52.) schafften es die Blauen nicht die Partie auf ihre Seite zu ziehen.
Intensiver Beginn – Kickers mit guten Ansätzen
Die Partie begann schwungvoll. Großaspach setzte früh Akzente: In der 2. Minute setzte Ex-Kickers-Spieler Loris Maier einen ersten Abschluss knapp über das Tor. Acht Minuten später versuchte es David Tomić aus der Distanz, verzog aber um gut zwei Meter.
Nach einer guten Viertelstunde unterlief Kickers-Torhüter Léon Neaimé ein Fehler im Spielaufbau, den die Fautenhau-Elf eiskalt bestrafte. Mert Tasdelen schloss die folgende Offensivaktion mit seinem Flachschuss zur 1:0-Führung ab.
Die Blauen antworteten. Milan Petrović zwang SG-Torhüter Maximilian Reule zu einer Glanzparade (28.). In der 29. Minute gelang schließlich der verdiente Ausgleich: Antonis Aidonis schoss im Strafraum Berisha an, von dem das Spielgerät zum 1:1 ins Tor sprang. Die Blauen waren nun am Drücker und dran die Führung zu erzielen.
Bitterer Rückschlag kurz vor der Pause
Kurz vor dem Halbzeitpfiff zeigte sich Großaspach erneut eiskalt. Zwar setzte zunächst Fabian Eisele seinen Kopfball noch links neben das Tor der Blauen (40.) Doch wenige Minuten später konnte Kickers-Keeper Neaime eine scharfe Hereingabe von Marius Kunde nicht weit genug klären – Loris Maier stand an der Fünfmeterraumlinie goldrichtig und erzielte aus kurzer Distanz die erneute Führung zum 2:1. Ein unterhaltsamer erster Durchgang endete somit mit einer leicht glücklichen Führung für die Elf von SG-Cheftrainer Pascal Reinhardt.
„Nach den ersten Minuten, die an Großaspach gehen, waren wir gut im Spiel und präsent in den Zweikämpfen. Wir drücken sie immer wieder hinten rein und bekommen dann ein unnötiges Gegentor nach einem Fehler im Spielaufbau. Danach erholen wir uns gut, haben viele Chancen, aber Aspach blockt alles. So fällt der Ausgleich durch einen erzwungenen Fehler des Gegners.
Wir machen dann ein gutes Spiel – mit Zug nach vorne. Das zweite Gegentor kurz vor der Pause darf so nicht fallen, da verteidigen wir den Strafraum nicht gut genug.“ fasste Wildersinn den ersten Spielabschnitt zusammen.
Überzahl bringt nicht die Wende
Der zweite Abschnitt begann mit einem Paukenschlag. Der gelb vorbelastete Torschütze Tasdelen sah nach einem wiederholten Foulspiel gegen Berisha von Schiedsrichter Jan-Vincent Ritter Gelb-Rot (51.). Die Blauen spielten fortan in Überzahl, die erhoffte Wende blieb aber aus. Mit der Einwechslung von Samuel Unsöld nach einer guten Stunde stellte Chef-Trainer Marco Wildersinn taktisch auf eine Doppelspitze um. Seine Mannschaft hatten in der Folge viel Ballbesitz, fand aber nur zu selten Lösungen gegen die kompakte Aspacher Defensive.
Entscheidung in der Schlussphase
Während die Kickers sich mühten, setzte Großaspach einen entscheidenden Nadelstich. Der eingewechselte Elias Rahn fand Loris Maier mit einem Traumpass in die Tiefe, der Ex-Kickers Akteur blieb eiskalt vor Neaimé und schnürte aus spitzem Winkel seinen Doppelpack zum 3:1 (81.). Die Partie war entschieden.
Stimmen zum Spiel:
Kickers-Cheftrainer Marco Wildersinn nach dem Schlusspfiff: „Ich glaube heute hat die männlichere, robustere, clevere und nach vorne immer gefährliche Mannschaft gewonnen. Das haben wir uns schon selbst zuzuschreiben. Wir kommen gut aus der Halbzeit, erzwingen die Gelb-Rote Karte, aber danach war unsere Linie dahin. Großspach hat sehr tief und clever verteidigt. Wir haben nicht die richtigen Mittel gefunden, weil wir nicht reif genug waren, kühlen Kopf zu bewahren. Die Mittel, die dann gefragt sind, immer wieder die Tiefe zu bespielen und vor allem auch Bälle in den Strafraum zu spielen, das haben wir nicht mehr gut gemacht.“
Ausblick:
Am kommenden Samstag, 22. November 2025 kommt die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz zum Rückrundenauftakt auf die Waldau. Anpfiff ist im 14.00 Uhr im GAZi-Stadion auf der Waldau.
Fotos: Baumann