Regionalliga SüdwestFr., 05.12.2025, Anstoß um 19.00 Uhr
SV Eintracht-Trier
2:42:2
Stuttgarter Kickers
  • 35'1:2 Christopher Wähling
  • 45.+3'2:2 Damjan Marceta
  • 0:1 Nevio Schembri14'
  • 0:2 Nevio Schembri15'
  • 2:3 Flamur Berisha49'
  • 2:4 David Tomic90.+4'

4:2-Auswärtssieg in Trier

Die Stuttgarter Kickers verabschieden sich mit einem 4:2 (2:2)-Auswärtssieg bei Eintracht Trier in die Winterpause. Im Moselstadion erlebten 3.221 Zuschauer ein temporeiches, emotionales und an Offensivaktionen reiches Spiel, das die Blauen vor allem dank großer Effizienz und Kaltschnäuzigkeit für sich entscheiden konnten. Nevio Schembri legte mit einem frühen Doppelpack (14./15) die Grundlage. Die Platzherren erspielten sich in der Folge zahlreiche gute Einschussmöglichkeiten, die Christopher Wähling (35.) und Damjan Marceta mit seinem verwandelten Foulelfmeter in der Nachspielzeit zum verdienten 2:2-Ausgleich nutzen konnten (45.+3). Kurz nach dem Seitenwechsel brachte Flamur Berisha mit seinem 9. Saisontreffer die Degerlocher erneut in Führung (49.). Trier fehlte in der Folge die Effizienz um den erneuten Ausgleich zu erzielen. Mit dem letzten Angriff der Partie traf David Tomić alleine auf das leere Tor zulaufend zum 4:2-Endstand an der Mosel.

 

Frühes Chancengewitter – und ein eiskalter Schembri

Die Kickers begannen mit einer Veränderung in der Startelf und starteten mit Mario Borac für Nico Fundel. Und Borac war es auch, der nach nur wenigen Minuten das erste Ausrufezeichen setzte. In der sechsten Spielminute tauchte er halblinks im Strafraum gefährlich auf, doch SVE-Keeper Radomir Novakovic parierte seinen Abschluss stark. Nur eine Zeigerumdrehung später drückte Trier aufs Tempo. Kevin Heinz fasste sich aus dem Rückraum ein Herz, sein satter Schuss flog knapp am linken Pfosten vorbei.

In der 12. Minute bot sich der Klasen-Elf in der intensiven Begegnung die bis dahin größte Gelegenheit, als der Ex-Blaue Sinan Tekerci Marceta exzellent freispielte. Aus wenigen Metern setzte der Torjäger den Ball jedoch hauchdünn am rechten Pfosten vorbei – großes Glück für die Kickers.

Im Gegenzug zeigten sich die Blauen eiskalt. Nach einem energischen Vorstoß über die linke Seite drang Schembri in den Strafraum ein. Christopher Spang konnte zwar noch vor der Linie klären, doch den wegkratzten Ball verwertete Schembri und staubte im zweiten Anlauf zum 1:0 ab (14.).

Nur eine Minute später folgte der nächste Schlag: Nach einem Angriff über Lukas Kiefer und Berisha konnte Lucas Laux einen Ball im Zentrum nur kurz abwehren. Wieder stand Schembri goldrichtig und drückte das Leder aus sechs Metern zum 2:0 über die Linie (15.).

Kickers Chef-Trainer Marco Wildersinn lobte die enorme Effizienz seiner Mannschaft in dieser Phase: „Wir wussten, dass wir hier gegen eine extrem wuchtige Mannschaft spielen. Dass wir diese erste Druckphase ohne Gegentor überstanden haben und vorne zweimal stechen konnten, zeigt den Willen und die Entschlossenheit der Jungs.“

 

Trier drückt – Kickers mit Glück und dann bestraft

Doch die Eintracht zeigte sich keineswegs geschockt. Die Platzherren übernahmen zunehmend die Kontrolle und kamen zu einer Vielzahl gefährlicher Möglichkeiten. Die Kickers überstanden diese druckvolle Phase lange mit viel Einsatz und Fortune – bis zur 35. Minute: Nach einem Einwurf der Trierer klärte die Kickers-Abwehr unsauber ins Zentrum, Tekerci schaltete am schnellsten und legte perfekt in den Lauf von Wähling, der flach ins rechte Eck zum 1:2-Anschluss einschoss.

In der Folge zielte Tekerci aus der Distanz knapp vorbei, wenig später hämmerte Mateo Biondic das Spielgerät aus kurzer Distanz nach einer Ecke über den Querbalken (41.). Und nur zwei Zeigerumdrehungen später fehlten dem wuchtigen Kopfball von Biondic nur Zentimeter.

Kurz vor der Pause schließlich der bittere Ausgleich: Nach einem Foul von Per Lockl an Maurice Wrusch zeigte der Schiedsrichter Christian Steib auf den Punkt. Marceta verwandelte den Strafstoß über den rechten Innenpfosten zum 2:2 (45.+3).

Wildersinn ordnete den turbulenten ersten Spielabschnitt treffend ein: „Vor der Halbzeit war es wieder wie zu Beginn – ein Gewitter an Flanken und Abschlüssen. Der Ausgleich war folgerichtig. Die Halbzeitpause kam für uns zum richtigen Zeitpunkt.“

 

Blaue hellwach nach dem Seitenwechsel – Berisha trifft zum 3:2

Nach dem Seitenwechsel kamen beide Teams unverändert aus der Kabine. Und die erste Möglichkeit gehörte erneut Biondic, der aber rechts am Tor vorbeischoss. Anders die Kickers. Lockl leitete mit einem klugen Ball von der Mittellinie in den Lauf von Tomić den nächsten Treffer ein. Der agile Taktgeber der Blauen nahm Tempo auf, spielte das Leder von rechts präzise in den Strafraum, wo Berisha entschlossen einlief und zum 3:2 vollendete (49.).

In der Folge blieb Trier zwar feldüberlegen, kam jedoch nicht mehr zu den ganz klaren Abschlüssen wie noch im ersten Durchgang. Die Degerlocher hatten sich auf die Spielweise von Trier eingestellt. Die langen Bälle wurden etwas besser verteidigt, am Ende das System ein wenig umgestellt und die Kette gestärkt.

Trotzdem hätte der eingewechselte Tim Sausen der Begegnung in der 84. Minute noch eine Wendung geben können, als er auf der linken Seite das Tempo anzog, im Strafraum aber das Leder knapp nicht über die Linie bringen konnte.

 

Tomić macht den Deckel drauf – die Entscheidung in der Nachspielzeit

Trier warf in der Schlussphase alles nach vorne und drückte auf den erneuten Ausgleich. Doch die Kickers überstanden auch diese Angriffe – und setzten den finalen Stich.

Nach einem Trierer Einwurf in der vierten Minute der Nachspielzeit eroberte Blank den Ball und spielte einen perfekten Pass in den Lauf von Tomić. Da Novakovic bereits weit aufgerückt war, lief Tomić aus der eigenen Hälfte auf ein komplett verwaistes Tor zu und schob abgeklärt zum 4:2-Endstand ein.

Die Kickers entschieden ein intensives, phasenweise wildes Auswärtsspiel dank großer Effizienz und enormem mentalen Widerstand für sich. Früh eiskalt, dazwischen unter heftigem Druck, am Ende stabil und entschlossen – ein Erfolg, der Mut für die kommenden Aufgaben macht.

Stimmen zum Spiel:

Marco Wildersinns Fazit fiel entsprechend erleichtert aus: „Da war sicherlich über die 90 Minuten eine Portion Glück dabei. Glück, das wir in den letzten Spielen nicht immer hatten. Für uns ein extrem wichtiger Sieg vor der Winterpause. Auch für die Moral der Mannschaft, die sehr viel investiert, sich zuletzt aber nicht belohnt hat. Ich bin unfassbar stolz auf meine Mannschaft.“

 

Ausblick:

Die Blauen starten nach der Winterpause am 14. Januar 2026 mit den Vorbereitungen für den zweiten Saisonabschnitt. Das erste Pflichtspiel im neuen Jahr findet voraussichtlich am 21. Februar 2026 statt. Zum Heimspiel am 21. Spieltag der Regionalliga Südwest kommt der 1. FSV Mainz 05 II auf die Waldau. Die finale Terminierung erfolgt durch den Verband.

 

Regionalliga Südwest und Kickers-TV: Spielbericht und die Stimmen zum Spiel

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SV Eintracht-Trier - SV Stuttgarter Kickers

4:2-Auswärtserfolg an der Mosel | 20. Spieltag RLSW

SV Eintracht-Trier - SV Stuttgarter Kickers

Kickers-TV: Stimmen 20. Spieltag Regionalliga Südwest

Zusammenfassung:

SV Eintracht-Trier:

Startelf: Novakovic – Held (20. Herber), Weigelt (72. Sausen), Laux, Heinz – Tekerci, Spang, Wrusch – Wähling (83. Kinscher) – Marceta (72. Lohei), Biondic (72. Sossah)
Ersatz: Schmit (ETW), Karas (ETW), Filipe, Schuster
Trainer: Thomas Klasen 

Stuttgarter Kickers:

Startelf: Neaimé – Udogu, Danquah, Petrović, Borac – Tomić, Lockl, Kiefer (89. Fundel) – Schembri (Braig 67.) Unsöld (78. Schwab), Berisha (89. Blank)
Ersatz: Dumrath (ETW), Skenderovic, Zaiser, Abdullahu, Mauersberger
Trainer: Marco Wildersinn

Schiedsrichterteam:

Schiedsrichter: Christian Steib (Niddatal)
Assistenten:
Pascal Otte, Lars Wacker

Karten:

Gelbe Karten:  Wrusch - Schembri, Unsöld, Borac, Braig
Gelb-Rote Karten: -
Rote Karten: -
Gelbe Karten Teamoffizielle: -

Tore:

0:1 Nevio Schembri (14.), 0:2 Nevio Schembri (15.), 1:2 Christopher Wähling (35.), 2:2 Damjan Marceta (45.+3 FE.), 2:3 Flamur Berisha (49.), 2:4 David Tomić (90.+4)

Zuschauer:

3.221 im Moselstadion in Trier